Die Geschichte

Wie wir einst angefangen haben und unsere Entwicklung über die Jahre hinweg.

Den eingetragenen Verein Vereintes Mainz e.V.“ gibt es seit 18. Februar 2000. Der Vereinsgründung ging eine lange und für Mainzer schmerzhafte Geschichte in AKK voraus.

Im Jahre 1982 wurden im Wiesbadener Rathaus Überlegungen angestellt, die gesonderte Ausweisung des AKK-Etats im Wiesbadener Stadthaushalt wegfallen zu lassen. Hiergegen gab es scharfe Proteste, die zur Gründung der Aktionsgemeinschaft „Bürger für AKK“ führten. Zur hessischen Landtagswahl am 26.02.1982 sammelte die Aktionsgemeinschaft insgesamt 6.400 Unterschriften (35 % der damals in AKK Wahlberechtigten), mit denen eine Ermittlung des Bürgerwillens in AKK gefordert wurde. Später gründete der Mainzer Ehrenbürger Prof. Dr. Holzamer die Gemeinschaft „Vereintes Mainz“. Mit dabei waren u.a. Fritz Grebner, Karl Delorme, Heinz Michel (AKK) und Melitta Weißenfels (AKK).

Im Juni 1984 fand auf Initiative der Aktionsgemeinschaft durch das Institut für Meinungsforschung der Uni Paderborn eine Umfrage mit den Fragestellungen nach dem Verbleib von AKK bei Wiesbaden, der Rückkehr nach Mainz sowie der Selbständigkeit statt. 75 % der Befragten sprachen sich für die Rückgliederung nach Mainz aus.

Am 15.11.1985 wurde dann ein Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes durch die Mainzer Bundestagsabgeordneten Johannes Gerster (CDU), Karl Delorme (SPD) Helmut Schäfer (F.D.P.) sowie den Fraktionen der CDU/CSU, der Grünen, der F.D.P. und einem Teil der SPD vorgelegt, der zum Ziel hatte, die Rückgliederung von AKK nach Mainz zu ermöglichen. 

Für diese Änderung des Grundgesetzes war eine 2/3-Mehrheit erforderlich, die im Deutschen Bundestag leider nicht zustande kam.

Vom 09. – 13.06.1986 fand eine Bürgerbefragung durch die Stadt Wiesbaden statt. Die Beteiligung lag bei 69,1 %; für Mainz entschieden sich 61,2 %, für Wiesbaden 32,7 % und für die Selbständigkeit 6 %. (Kuriosität: Der Wiesbadener Oberbürgermeister wertete die nicht abgegebenen Stimmen als Stimmen für Wiesbaden).

Seit der Novellierung des Grundgesetzes am 27.10.1994 besteht endlich die Möglichkeit, die AKK-Frage durch einen Staatsvertrag zwischen den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz zu regeln. Da ein solcher Staatsvertrag von Hessen abgelehnt wird, ist ein Entwurf eines entsprechenden Bundesgesetzes in Vorbereitung.

Der Verein „Vereintes Mainz e.V.“ ist parteiunabhängig und gemeinnützig. Der Vereinszweck ist bereits im Leitbild dargestellt.

DAS LEITBILD

Wofür wir uns einsetzen, wie wir unsere Ziele erreichen wollen.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Rhein zur Grenze zwischen amerikanischer und französischer Besatzungszone erklärt wurde, war damit eine Teilung der Stadt Mainz verbunden. Während der linksrheinische Teil der Stadt später in das neu gebildete Land Rheinland-Pfalz eingegliedert wurde, wurde der rechtsrheinische und größere Teil (nicht ganz 53 % des Stadtgebietes) durch die Proklamation Nr. 2 der amerikanischen Militärregierung vom 28.09.1945 dem neu gegründeten Bundesland Hessen zugeschlagen. 

Mainz verlor damit nach fast 2000 Jahren seine „Brückenvorstadt“ und annähernd seine gesamte Industrie.

Der Verein „Vereintes Mainz e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch Informationen sowie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen die 2000jährige Mainzer Geschichte darzustellen und zu vermitteln. Durch Veröffentlichungen und durch Unterrichtung von Presse, Rundfunk und Fernsehen soll dazu beigetragen werden, das Geschichtsbewußtsein und das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Mainzerinnen und Mainzer zu stärken.

Diese Bewußtseinsbildung der Mainzer führt dazu, die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz in ihrem Bestreben zu unterstützen, der Bevölkerung von Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim endlich die Möglichkeit zu geben, durch Volksentscheid selbst darüber zu bestimmen, ob sie zurück nach Mainz kommen oder bei Wiesbaden bleiben will.

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